Halveraner Judokas auch auf
Bezirksebene erfolgreich
Am vorletzten Sonntag fand in Kamen das
Walter-Gimm-Gedächtnisturnier der männlichen Jugend U 14
und Jugend U 17 statt.
Der Judo-Club Halver e.V. nahm mit 7
Judokas teil.

In der Jugend U 17 kämpften Sascha
Seibel und Florian Klöpfel. Beide kämpfen im ersten Jahr in
der Jugend U 17.
Florian kämpfte in der Klasse bis
43 kg und war (wie schon oft) der leichteste seiner Klasse.
Den ersten Kampf hatte er durch
Ko-uchi-maki-komi (einen Mitfallwurf) mit Ippon verloren. Im zweiten
Kampf hatte Florian schon mit Yuko (mittlere Wertung) durch einen
Tani-otoshi geführt, dann konnte ihn jedoch sein Gegner in einen
Haltegriff nehmen und anschließend sogar durch einen Hebel den
Kampf vorzeitig gewinnen. Nach zwei verlorenen Kämpfen
schied Florian aus.
Sascha Seibel kämpfte in der
Klasse bis 50 kg. Er bestritt drei Kämpfe, doch da in dieser
Klasse viele erfahrene Kämpfer waren, konnte er leider keinen
Kampf gewinnen.
In der Jugend U 14 traten 5 Halveraner
an.
Caspar Rosiepen konnte auf seinem 1.
Turnier auf Bezirksebene immerhin einen Kampf und wertvolle Erfahrung
gewinnen.
Auch Darius Frigo hatte kein Glück
und verlor unter anderem gegen den späteren Goldmedaillen- und
Technikpokalgewinner.
In der Gewichtsklasse bis 37 kg
kämpften insgesamt 18 Teilnehmer um den Sieg. Zu ihnen gehörten
Luca Vasselai und Stefan Klat vom JC Halver.
Luca konnte seinen ersten Kampf mit
zwei Koka (kleine Wertung) gewinnen. Der Kampf ging über 4 ½
Minuten, statt der normalen 3 Minuten, weil die Uhr der Listenführer
kaputt war. Dank seiner guten Kondition (er geht regelmäßig
mit Bruder, Vater und Trainer laufen) konnte er den Vorsprung halten.
Seinen zweiten Kampf verlor er jedoch mit Yuko-Otoshi, einer Technik
bei der man zur Seite geworfen wird. Damit hatte er nicht gerechnet.
Im dritten Kampf gewann er überlegen durch eine große
Außensichel und anschließenden Haltegriff.
Nachdem er im vierten Kampf seinen
Gegner fast im Haltegriff hatte, konnte sich dieser doch noch
rechtzeitig befreien und gewann dann durch eine kleine Wertung.
Stefan Klat führte in seinem
ersten Kampf über zwei Minuten lang mit Yuko, verlor dann aber
buchstäblich in letzter Minute durch eine höhere Wertung
(Waza-Ari) seines Gegners. Dann startete er eine regelrechte
Aufholjagd und gewann vier Kämpfe hintereinander, wobei im
vierten zunächst sein Gegner haushoch in Führung lag.
Stefan konnte dann aber mit einem sauber ausgeführten Wurf
(O-Soto-Gari) doch noch sogar vorzeitig für sich entscheiden.
Doch diese 5 Kämpfe hatten ihn viel Kraft gekostet, so dass er
den 6. Kampf verlor und damit auf Platz 5 kam. Auch wenn es hierfür
keine Medaille oder Urkunde gab, war dies doch eine hervorragende
Leistung für Stefan, der erst seit 4 Monaten auf Turnieren
kämpft, in einer so stark besetzten Gewichtsklasse.
Luca`s Bruder Kevin Vasselai (in der
Klasse bis 50 Kg) hatte noch mehr Erfolg. Zwar verlor er seinen
ersten Kampf, weil er von seinem 2 Gürtel höheren und einen
Kopf größeren Gegner mit einem Fußfeger überrascht
wurde, dann legte er beim zweiten Kampf jedoch richtig los und konnte
nach Führung durch Haltegriff den Kampf auch noch durch eine
Wurfkombination (Tai-Otoshi+O-Soto-Gari) vorzeitig beenden. Auch
seinen dritten Kampf gewann er vorzeitig durch Haltegriff
(Mune-Gatame). Da in seiner Gewichtsklasse „nur“ 13 Teilnehmer
waren, folgte dann schon der Kampf um den dritten Platz; ausgerechnet
gegen den Blaugurtträger, der ihn im ersten Kampf besiegt, dann
aber später gegen jemand anders verloren und somit auch die
Trostrunde erreicht und sich dort hochgekämpft hatte. Nach
Ablauf der regulären Kampfzeit von 3 Minuten stand es
unentschieden. Für diesen Fall ist in den Altersklassen U14 und
höher eine weitere Kampfzeit im Golden-Score Modus vorgesehen.
Nach weiteren zwei Minuten, in denen Kevin immer wieder angreifen
konnte, gewann er schließlich, weil sein Gegner nach
zweimaliger Inaktivität eine Strafe bekam.

Die Bronzemedaille und damit die beste
Platzierung aller Halveraner Judokas an diesem Tag war für Kevin
somit auch der verdiente Lohn für das zusätzliche
regelmäßige Konditionstraining, zu dem im übrigen
natürlich auch alle anderen Halveraner Judokas (gerne auch mit
Eltern) jederzeit willkommen sind.