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Judowerte
Was ist Judo?
Die Frage, was eigentlich Judo ist, ist eine oft gestellte Frage. Es
ist relativ schwierig die verschiedensten Kampfsportarten voneinander zu
trennen. Judo jedoch ist relativ einfach zu beschreiben. Wer sich etwas unter
Ringen vorstellen kann, ist im Vergleich zwischen Judo und Ringen bereits auf
dem richtigen Wege!
Judo ist eine Kampfsportart, in der weder getreten,
noch geschlagen wird. Es werden lediglich Würfe, Haltegriffe, Hebel und Würger
trainiert.
Judo wurde 1882 von Jigoro Kano "erfunden". Die direkte
Übersetzung des Wortes Judo bedeutet "Der Sanfte Weg". Der Weg wird als sanft
beschrieben, da ohne große Mühen die Energie des gegnerischen Angriffes in einen
eigenen Vorteil umgewandelt wird. So wird z.B. ein heranstürmender Angreifer
nicht von seiner Richtung des Angriffes abgebracht, sondern mit einer Technik
(Beispiel: Nageno-Kata --> Uki-goshi) einfach "weitergeleitet". Dies bedeutet
aber nicht, dass Judo kein anstrengender Sport ist. Auf Wettkämpfen muss man
schon einiges leisten und seine Siege hart aber fair erkämpfen.
Ein
junger Judoka lernt zu erst das richtige Fallen, die Fallschule. Je nach
Gürtelgrad steigen die Ansprüche. Erste Übungen sind: Seitwärtsfallen,
Rückwärtsfallen, Judorolle. Später kommen Übungen wie: Flugrolle, Freifall...
hinzu. Des Weiteren erlernt man Geschicklichkeit, so wie akrobatische
Fertigkeiten um beweglich zu sein.
Ohne diese Vorkenntnisse ist es nicht
möglich, erste Wurftechniken zu erlernen. Denn wer nicht fallen kann, kann nicht
geworfen werden. Es bestünde so eine zu hohe Verletzungsgefahr. Als klassischen
Einsteigerwurf sei hier für die Experten der "O-soto-otoshi" genannt.
Nach und nach erlernt der Judoka weitere Wurftechniken und Haltegriffe,
denn nachdem der Partner zu Fall gebracht wurde, gehen die Techniken "im Boden"
weiter. Ziel ist es hier den Gegner auf dem Rücken liegend zu fixieren und
festzuhalten. Später, mit zunehmenden Alter und zunehmender Erfahrung erlernt
ein Judoka Hebel- (nur Armhebel) und Würgetechniken. Hier ist es von besonderer
Wichtigkeit mit Vorsicht an die neu erlernten Techniken heranzugehen, da eine
größere Verletzungsgefahr, als zuvor, besteht. Sobald der Partner "abschlägt",
ist die Technik zu lösen.
Ein Judoka, der einen gewissen Lernerfolg
aufweisen kann, kann sich einer Prüfung stellen. Auf einer Prüfung zeigt er,
dass er sowohl praktisch, als auch theoretisch, die Techniken des nächsten
Gürtels vorweisen kann. Außerdem wird eine gewisse Reife
vorrausgesetzt.
Später haben Judoka die Möglichkeit sich mehr auf dem
Gebiet der Selbstverteidigung zu bilden. Judo-SV (Selbstverteidigung) ist
eigentlich kein traditioneller Bestandteil der Sportart, wurde aber vor wenigen
Jahren neu aufgegriffen und aufgefrischt. Bei der Judo-bezogenen SV geht es
verstärkt darum, sich mit Judotechniken gegen gezielte Angriffe zu wehren. Jetzt
wird der Verteidiger auch mit Angriffen wie z.B. Schlag oder Fußtritt
konfrontiert.
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