Nach dem Bezirks-Vizemeistertitel vor
zwei Wochen (siehe dort) ging es am letzten Sonntag mit den
U14er Jungs des JC Halver nach Witten zur Westdeutschen
Vereinsmannschafts-meisterschaft, der höchsten Ebene, die in
dieser Altersklasse erreicht werden kann.
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte
kämpfte eine Judo-Mannschaft aus Halver auf so hoher Ebene.

Hier traten 16 Mannschaften an; der JC
Halver hatte Glück und kam in der 1. Runde kampflos weiter. In
der 2. Runde traf die halveraner Mannschaft dann aber auf die
Mannschaft vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Die erfahrenen Leverkusener
machten den Halveranern auch gleich klar, auf welcher Ebene man sich
befand.
Als selbst Bezirkskader-Kämpfer
Philipp Schlag den ersten Kampf dieser Begegnung für den JC
Halver knapp verlor, musste man schon eine „zu Null“ - Niederlage
befürchten.
Doch dann überraschte Darius Frigo
mit einem vorzeitigen Sieg durch die Kontertechnik Tani-otoshi. Als
dann einige Kämpfe später auch noch Stefan Klat mit dieser
Technik nach nur 15 Sekunden einen vier Gürtel höher
graduierten Leverkusener Bezirkskader-Kämpfer überraschte,
war die 6:2-Niederlage gegen den späteren Sieger und damit
Westdeutschen Meister Bayer Leverkusen für die Halveraner schon
ein erster Erfolg. Für Halver kämpften außerdem Luca
und Kevin Vasselai, Johannes Schriek, Marvin Joest und Caspar
Rosiepen.
Im Viertelfinale der Trostrunde hieß
der Gegner dann PSV Duisburg. Diese Begegnung konnte an Spannung kaum
noch übertroffen werden. Es ging für die Halveraner gut
los. Manuel Babilon siegte kampflos. Danach verlor Darius Frigo durch
einen Wurf und anschließend Matthias Plate durch einen
Armhebel. Stefan Klat, bestens aufgelegt, konnte mit seinem 2. Sieg
am Tage durch eine super Wurftechnik zum 2:2 ausgleichen. Im nächsten
Kampf lag Kevin Vasselai zunächst mit Waza-ari und Yuko zurück,
schaffte dann aber nach mehreren vergeblichen Hebeltechnik-Ansätzen
kurz vor Kampfzeitende doch noch einen vorzeitigen Sieg durch einen
Haltegriff.
Nun stand es 3:2 für Halver.
Johannes Schriek verlor leider den nächsten Kampf wieder mit
Ippon. Im Anschluss daran konnte Philip Schlag mit 2 Koka und einem
Haltegriff wieder mit Ippon gewinnen.
Vor dem eigentlich letzten Kampf stand
es daher 4:3 für den Judo-Club Halver.
Ein Unentschieden oder eine knappe
Niederlage würde reichen. Caspar Rosiepen versuchte alles. Er
war seinem Gegner technisch unterlegen, doch er wehrte sich lange
Zeit sehr gut, kam dann jedoch in einen Haltegriff, aus dem er sich
nicht mehr befreien konnte.
Nun stand es Unentschieden 4:4, in der
Unterbewertung 40:40.
Trainer und Kampfrichter kamen
zusammen. Es wurden 3 Gewichtsklassen ausgelost, die noch einmal
kämpfen mussten.
Für die drei Stichkämpfe
wurden die Gewichtsklassen - 46 kg, - 40 kg und - 55 kg ausgelost.
Manuel Babilon (- 46 kg) siegte wieder
kampflos und somit stand es 1:0 für Halver.
Matthias Plate (-40 kg) hatte einen
sehr starken Gegner. Dieses Mal kam Matthias etwas besser mit seinem
Gegner zurecht, verlor dann aber doch mit Ippon durch Uchi-mata.
Auch Caspar Rosiepen gab alles. Zu
keinem Zeitpunkt gab er auf; er wollte den Sieg für die
Mannschaft holen, verlor aber dann leider doch durch die
Kontertechnik Tani-otoshi.
Der Sieg ging daher an den PSV
Duisburg, die später auch den 3. Platz belegten.
Für die junge und unerfahrene
Mannschaft vom Judo-Club Halver um Trainer Marc Blätgen war es
aber dennoch ein erfolgreicher Tag. Man hat festgestellt, dass man
durchaus mit den „großen“ Vereinen mithalten kann. Was noch
ein bisschen fehlt ist Technik und Kampferfahrung.
Der Judo-Club Halver gehört zu den
9 besten Vereinen aus ganz NRW, und darauf kann man stolz sein und
ist es auch. Für die Trainer war es besonders toll
festzustellen, dass kein Kämpfer zu irgendeinem Zeitpunkt
aufgegeben hat. Alle haben stets voll gekämpft und alles
gegeben. Das Miteinander in der Mannschaft war allen sehr wichtig.
Von diesem Erlebnis werden alle noch
lange erzählen.
Gute Gelegenheit dafür bietet sich
schon kurz nach den Sommerferien. Dann unternimmt der Judo-Club
Halver e.V. mit den Kindern und Jugendlichen aller vier Abteilungen
einen Ausflug in den Panoramapark.