Karate kommt aus Ostasien und wurde über jahunderte von Mönchen entwickelt
und gelangte über Okinawa nach Japan.
Karate-do bedeutet so viel wie " Weg der leeren Hand ". Beim Karate sollen
nicht nur wirkungsvolle Techniken beherscht werden,
sondern Karate ist auch eine
Kunst der Vielseitigkeit, der Harmonie von Körper und Geist, des unterbewussten
Reagierens,
mit " leeren ( waffenlosen ) Händen " zu Siegen.
Das Wesentliche des Karate-do ist nicht, über Sieg und Niederlage zu
entscheiden, denn Karate-do ist eine Kampfkunst
die den Charakter durch Training
entwickelt, so daß der Karateka jedes physische und psychische Hindernis
überwinden kann.
Karate ist eine Kampfkunst zur waffenlosen Selbstverteidigung, bei der
Arme, Beine und der Körper trainiert werden.
Sie entwickeln eine - mit Waffen
vergleichbare - Schlagkraft, mit der ein unerwarteter Angriff abgewehrt werden
kann.
Karate-do erzieht den Körper. Durch die Ausübung des Karate-do beherscht
der Karateka alle Bewegungen des Körpers,
wie zum Beispiel Beugen, Springen,
Balancieren, indem er lermt, Glieder und den Körper nach den Techniken des
Karate-do
rückwärts und vorwärts, links und rechts sowie nach oben oder unten zu
bewegen. Diese Techniken werden vollkommen von der Wilenskraft des Karateka
kontrolliert und richten sich präzise, direkt und mit maximaler Kraft auf das
Ziel.
Das Wesentlichste aus den Karate-Techniken ist Kime. Kime bedeutet so viel
wie die explosionsartige Ausführung einer Technik
mit maximaler Kraft in der
kürzesten Zeit, die möglich ist.
Kime wird bei Schlägen, stößen und Tritten, aber auch bei Abwehren
eingesetzt. Eine Technik ohne Kime ist kein richtiges Karate,
auch wenn dies so
scheinen mag. Das gilt auch für Wettkämpfe, nur daß hier der Kontakt wegen der
Verletzungsgefahr durch Regeln verboten ist. Sun-dome bedeutet das Abstoppen
einer Technik kurz vor dem Auftreffen im Ziel ( 1 sun = ca. 3 cm ).
Wenn jedoch
eine Technik nicht bis zum Kime geführt wird, kann dies nicht als richtiges
Karate bezeichnet werden.
Es stellt sich somit das Problem, den Wiederspruch
zwischen Kime und Sun-dome zu überbrücken.
Die Lösung ist, das Ziel geringfügig
vor die jeweilige empfindlichen Körperstellen des Gegners zu verlagern. Dieses
gedachte
Ziel läßt sich dann ohne Kontakt kontrolliert und mit maximalem Krafteinsatz " treffen ".
Durch das Training werden verschiedene Körperteile in bewegliche und
wirksame Waffen umgewandelt. Hierzu bedarf es einer guten Selbstkontrolle. Um
Sieger zu werden, muß man sich zu erst besiegen.